Liebe Mitglieder, Förderer und Freunde der AfD Thüringen,

kurz vor Weihnachten steht heute in der OTZ ein Kommentar, in dem die AfD als Wellenreiter bezeichnet wird. Die Bezeichnung ist natürlich nicht gut gemeint, passt aber trotzdem:

Die Basis für Wellenreiten ist das Meer und die Küste, während es für unsere Politik das Volk und weitere gesellschaftliche Rahmenbedingungen sind. All das veränderte sich stets. Sowohl der Wellenreiter als auch der volksnahe Politiker werden diese Veränderungen akzeptieren müssen.

Nun führt das trotzdem nicht zur völligen Beliebigkeit. Wellenreiter legen genauso einen grundsätzlichen Kurs fest wie wir als AfDler. So wie der eine die Wellenrichtung, Wind und Küstenbeschaffenheit im Auge haben muss, darf der andere nicht rücksichtslos auf Bedürfnisse oder Entwicklungen im Volk und in der Gesellschaft pfeifen, bloß weil es nicht zum anvisierten politischen Kurs passt. Sonst verliert man in beiden Fällen schnell die Standfestigkeit und wird früher oder später abgeworfen.

Als AfDler versuchen wir das bestmöglich zu berücksichtigen. Grenzt man uns im Parlament aus, verlagern wir unsere Aktivitäten, z.B. indem wir Volksbegehren starten oder eben auch mal Tipps zur Versammlungsrechtslage geben. Politische Schwerpunkte setzen wir nach Aktualität. Wir können das, weil wir längst keine Ein-Themenpartei mehr sind.

Niemals aber werden wir unsere Grundprinzipien brechen und irrlichternd geschürten Stimmungsschwankungen, Ängsten oder Aggressionen hinterher jagen. So wenig wie ein erfahrener Wellenreiter seinen Kurs durch raue See von den Wünschen einer Blondine am Strand abhängig macht, hören wir auf das, was etablierte Presse und Rundfunk, Ethikrat, Gewerkschaften, Kirchen oder Lobbyisten in unserem schwer angeschlagenen Staat wollen.
Es kann auch mal sein, dass ein Wellenreiter zwischen den Wellen verschwunden zu sein scheint. Und auch wir sind manchmal nicht sichtbar. Aber wir sind immer da draußen, bei unserer Basis, dem Volk. Und wir tauchen auch immer wieder auf. Das macht einigen, die uns gern untergehen sehen würden, ziemlich Angst.

Liebe Mitglieder, Förderer und Freunde der AfD,

wir wünschen Ihnen, dass Sie nun zur Jahreswende im privaten Kreis in ruhiges Fahrwasser kommen. Tanken Sie bitte Kraft, konzentrieren Sie sich auf Ihre Familie und Freunde. Spenden Sie Trost, wo es nötig ist und machen Sie bitte Mut, wenn jemand angesichts der Rahmenbedingungen in unserem Land verzweifelt. Dafür gibt es genug Anlässe: Die Straßenbewegungen der letzten Wochen zeigen, dass in diesem Land längst nicht alles so läuft, wie es einige Möchtegerndespoten gern hätten.

Wir wünschen Ihnen ein schönes Weihnachtsfest und einen guten Rutsch ins neue Jahr,

Für den Landesvorstand
der AfD Thüringen

Stefan Möller
Björn Höcke
Landessprecher